Impfen der Katze

Mögliche Impfungen für Katzen

Katzenseuche (Panleukopenie) *

Katzenschnupfen (Rhinotracheitis, Herpes- und Calici-Virusinfektion) **

Katzenleukämie (Leukose) **

[Übertragbare Bauchfellentzündung der Katze (FIP)] (1)

[Tollwut] (1)

 

 

Gegen das sogenannte Feline Immundefizienz-Virus (Katzen-Aids) gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Impfung

* Impfung alle drei Jahre

** Impfung alle Jahre

* + ** = empfohlene Impfungen für Katzen

 

(1) Nicht empfohlene Impfungen für Katzen

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Impfungen

Beachtung vor einer Impfung

So wichtig es auf der einen Seite ist, Ihre Katzen durch Impfungen vor Krankheiten zu schützen, sollten Sie sich auch die Risiken und Nebenwirkungen des Impfens vor Augen führen. Da keine Impfpflicht besteht, können Sie als Halter diese Entscheidung selber treffen.

 

Wollen Sie Ihre Katzen impfen lassen, sollten Sie sicher stellen, dass die Katzen gesund sind. Dazu zählt auch, dass sie frei von Parasiten sein und gut ernährt sein muss. Nur so kann die Impfung Erfolg zeigen und schwächt Ihre Katze nicht zusätzlich. Wäre der Organismus der Katze krank oder zumindest geschwächt, so würde eine Impfung keine oder keine ausreichende Immunität bei der Katze bewirken.

Mindestalter für kleine Katzenbabies

Frühestens ab der 8. Lebenswoche sollten Sie Ihre Kitten impfen lassen. Dann ist eine Grundimmunisierung mit den gängigsten Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen empfehlenswert. So sind Ihre Mini-Miezen vor lebensbedrohlichen Krankheiten geschützt. In den ersten Wochen nach der Geburt sind sie noch durch von der Mutter stammende Antikörper geschützt, die im Blut zirkulieren. In diesem Zeitraum können die Kitten nur bedingt eine eigene Immunität gegen Krankheitserreger aufbauen. Deshalb wird dringend empfohlen, Kitten im Alter von 12 Wochen nachimpfen zu lassen. Sind die Katzen zum Zeitpunkt der Impfung bereits älter als 12 Wochen, so reicht eine einzige Impfung, um eine sichere Immunität herzustellen.

Warum Wohnungskatzen impfen lassen

Reine Wohnungskatzen haben keinen Kontakt zu unbekannten Artgenossen, so dass sie sich seltener mit Krankheitserregern infizieren. Allerdings gibt es auch typische Katzen-Krankheiten, die sogar ohne Kontakt zu anderen Katzen übertragen werden können. Das gilt zum Beispiel für die Katzenseuche und den Katzenschnupfen. Aus diesem Grund ist eine Impfung gegen diese Erkrankungen für Wohnungskatzen wie für Freigänger gleichermassen sinnvoll.

Die Katzenseuche

Auslöser der Katzenseuche ist in den meisten Fällen das Feline Panleukopenie-Virus. Es weist Ähnlichkeiten mit dem Erreger der Parvovirose beim Hund auf. Die Übertragung vollzieht sich von Tier zu Tier, aber auch über Gegenstände, auf denen sich die Erreger befinden. Die Katzenseuche kann sich sehr schnell ausbreiten. Das Virus zeichnet sich durch grosse Widerstandsfähigkeit aus und kann so eine permanente Gefahr für nicht geimpfte Katzen bedeuten. Es kann sich sowohl in den Ausscheidungen von erkrankten Katzen befinden als auch in denen von Katzen, die die Krankheit bereits überstanden haben. Die Impfung sollte ab der 8. Lebenswoche erfolgen. Ob die Impfung jedes Jahr oder nur alle drei Jahre notwendig ist, richtet sich nach dem jeweiligen Präparat. Der Tierarzt Ihres Vertrauens kann Ihnen dazu Auskunft geben. Häufig tritt die Erkrankung bei jungen Katzen auf. Sie kann aber auch ältere Katzen betreffen. Die ersten Krankheitsanzeichen treten in der Regel drei bis neun Tage nach der Ansteckung auf. Dazu zählen unter anderem Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Futterverweigerung und Erbrechen.

Katzenschnupfen

Auslöser des Katzenschupfen sind feline Calici- und Herpesviren. Die harmlose Bezeichnung täuscht, denn die Erkrankung ist hochansteckend und kann zu einer Lungenentzündung oder gar Erblindung der Katze führen. Wenn sie nicht behandelt wird, kann sie schlimmstenfalls tödlich enden. Ab der 8. Lebenswoche sollten Sie Ihre Katzen impfen lassen. Ist Ihre Katze ein Freigänger, so raten Tierärzte, jährlich impfen zu lassen, eine reine Hauskatze hingegen nur alle zwei bis drei Jahre.

Katzenleukemie

Bei der Katzenleukämie oder Leukose handelt es sich um eine Erkrankung, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht heilbar ist. Sie führt zu Tumoren und zu einer Störung der Blutzellbildung. Die Krankheit betrifft in erster Linie Freigänger-Katzen. Wenn Ihre Mieze also gern draussen auf Streifzug geht, sollten Sie sie ab der 9. Lebenswoche impfen lassen. Eine Nachimpfung ist jährlich oder alle drei Jahre fällig. Wenden Sie sich einfach vertrauensvoll an einen Tierarzt, der Ihnen gerne nähere Auskünfte erteilt.

Quelle: ZOOPLUS und Tierarzt Dr. med. Indermaur in Fehraltorf